Viola (Bratsche)

Die Viola, auch Bratsche genannt, ist etwas größer als die Geige und ihre Saiten sind eine Quinte (5 Töne) tiefer gestimmt. Ihr Korpus ist jedoch größer und höher gebaut, ihr Klang ist voller und dunkler, auch samtiger und weicher. Vergleicht man die Streichinstrumente mit der menschlichen Stimmlage, so ist die Viola der Alt.

Lange stand die Viola im Schatten der Violine, denn an Virtuosität hat ihr die Violine etwas voraus. Vor ca. 150 Jahren wurde sie von großen Komponisten in ihrem Klangreichtum „neu entdeckt“ und in ihren Werken eingesetzt. Für die Fülle des Streicherklangs im Orchester ist sie besonders wichtig. Auch im Streichquartett und anderen kammermusikalischen Besetzungen kommt ihr eine tragende Rolle zu.

Mittlerweile schenken Komponisten der Viola auch als Soloinstrument mehr Aufmerksamkeit und schreiben Sololiteratur für die Viola. Violaspieler lesen ihre Noten im Altschlüssel, der häufig auch einfach Bratschenschlüssel genannt wird. In den hohen Tonlagen findet auch in der Violaliteratur der Violinschlüssel Anwendung. Die Größe einer Viola muss auf die individuelle Größe des Spielers abgestimmt sein. Darum gibt es Instrumente für Erwachsene und ausgewachsene Spieler mit verschiedener Mensur. Darüber hinaus werden für Kinder und Heranwachsende kleine Instrumente in altersgerechten Größen angeboten. Für einen frühen Beginn stellt die Musikschule Mietinstrumente für Schüler unterschiedlicher Altersstufen zur Verfügung. Einstiegsalter etwa 6 Jahre.