Fagott

Das Fagott ist das tiefste und größte Holzblasinstrument und hat – wie die Oboe – ein so genanntes Doppelrohrblatt als Mundstück. Dieses verleiht ihm einen angenehmen warmen Klang, der der menschlichen Stimme sehr ähnlich ist. Das Instrument ist mit einigen Grifflöchern und einem Klappen-Mechanismus versehen.

Das Instrument hat einen Tonumfang von 3 ½ Oktaven, wodurch seine Einsatzmöglichkeiten sehr vielfältig sind. Im großen Sinfonieorchester und in der Kammermusik spielt es häufig die Bassstimme, doch gelegentlich darf es allein oder mit dem Violoncello eigene Melodien spielen. In der Barockmusik führt es mit dem Violoncello den Generalbass und hat dadurch eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe.

Es ist aber auch sehr reizvoll, wenn mehrere Fagotte Kammermusik spielen. Sie können in der Tiefe poltern, in der Mittellage scherzen und in der Höhe wehmütig klagen. Auch wenn das Instrument wie ein Koloss wirkt, ist es doch sehr leichtfüßig und schnell zu spielen, wodurch es gerne in allen Musikstilen als Soloinstrument eingesetzt wird.

Zur Zeit der Entstehung des Instrumentes im 16. Jahrhundert gab es eine ganze Familie von Fagotten, so wie wir es von den Blockflöten her kennen. Heute sind im Orchester nur noch das Fagott und Kontrafagott zu finden. Seit einigen Jahren werden aber wieder kleinere Fagotte gebaut: Quart-, Quint- und Oktavfagotte.

Das Einstiegsalter ist unter anderem abhängig von der Handgröße der Schüler ab ca. 8 bis 12 Jahre.