03.02.2019: Es ist was es ist – Tanz-und Schauspielklasse Dagmar C.Weinert in der EG-Aula

Wort & Text – Ein lyrisches Tanzprojekt

Was auch immer den Menschen zu einem Gefühl bewegt, bewegt.

Dauer ca. 1 Stunde

Choreographie und Leitung: Dagmar C. Weinert

In Kooperation mit der KWL Kultur und Werbung Lippstadt GmbH

um 15.00 Uhr und um 18.00 Uhr

Was auch immer den Menschen zu einem Gefühl bewegt, bewegt. Impulsgeber kann ein Ton, ein Rhythmus, eine Melodie, die Natur in ihrer unendlichen Vielfalt oder das Zusammentreffen mit Menschen sein. Auch ein Bild, ein Gedanke, ein Geruch oder ein gelesenes Wort können Inspirationen geben, um Emotionen künstlerisch darzustellen. Die Frage ist: In welcher Form nimmt ein Mensch diese Impulse wahr? Und: Ist das entstandene Gefühl so mächtig, dass es dargestellt sein will? Jeder Künstler bedient sich anderer, ihm ganz persönlicher Möglichkeiten des Ausdrucks um sein Gefühl sicht- oder hörbar zu machen. So entstehen Bilder, Skulpturen, Installationen, Musik, Gedichte, Geschichten, Theaterstücke oder Tänze.

Die Texte des Schriftstellers Erich Fried sind die Quelle der jüngsten Produktion der Tanzpädagogin und Choreografin Dagmar C. Weinert. Mit all ihren SchülerInnen der Tanz – und Schauspielklassen der Conrad-Hansen Musikschule hat sie sich auf die Suche gemacht, um die Inhalte der Gedichte Frieds anders, neu, experimentell und sensibel in Wort & Tanz darzustellen.

Erich Fried war einer der großen Vertreter der politischen Lyrik der Nachkriegszeit in Deutschland. Auch als Übersetzter von unter anderem 27 Tragödien und Komödien Shakespeares überzeugte er. Geboren wurde er als einziges Kind einer jüdischen Familie am 21. Mai 1921 in Wien und starb am 22. November 1988 in Baden-Baden. Der Spiegel schrieb in seinem Nachruf: „Er war der Journalist unter den Poeten, unermüdlich verwandelte er Tagesaktualitäten in Lyrik.“

Als eines seiner populärsten Werke gilt das Gedicht „Was es ist“, das Namensgeber für diese Produktion ist.

Die Darsteller im Alter von 4 – 82 Jahren und das Publikum hören die gleiche Musik, die gleichen Worte, erleben die gleichen Bewegungen und befinden sich im gleichen Raum und trotzdem empfindet jede Person das Erlebte auf eine andere, ganz persönliche Art. Dieser Gedanke ist immer wieder eine der spannenden Grundlagen für neue Projekte und in diesem Fall die Triebfeder Lyrik mit Choreographie in Verbindung zu bringen, um die Gedanken von Erich Fried akustisch und visuell zu erleben.

Der Kartenverkauf beginnt am Freitag, 07. September 2018.

Wegen der laufenden Theatersanierung findet diese Veranstaltung in der Aula des Evangelischen Gymnasiums statt.