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Sehr vererhrte Damen und Herren, liebe Freunde der Musik,
Für die Musik muss man sich die Zeit einfach nehmen. Musik ist bekanntlich Balsam für die Seele.
Musik durchbricht die Isolation des Menschen. Sie weckt ihre Aufmerksamkeit und steigert das Interesse an der sozialen Umgebung.
Musik spricht jeden an, unabhängig vom Alter . Sie nimmt die Hürden, die durch die Sprache bestehen. Menschen aus den verschiedensten Ländern, die Noten lesen können und ein Instrument beherrschen, können miteinander musizieren, ohne die Sprache des anderen zu verstehen. Dass Musik eine positive Wirkung auf den menschlichen Körper hat, ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen. Therapien mit Musik können bei vielen Krankheitsbildern den Heilungsprozess positiv beeinflussen. Musik beeinflusst den Blutdruck, die Herzfrequenz, die Atmungsgeschwindigkeit, die Sauerstoffkonzentration im Blut und das Schmerzempfinden.
Musik, die einem gefällt, aktiviert das "Belohnungssystem" des Körpers. Die Folge: Das Gehirn schüttet körpereigene Opiate aus. Sie heben die Stimmung und lassen Ärger und Schmerzen erträglicher werden. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Wenn ich von einem gestressten Tag im Büro nach Hause komme, setze ich mich oft ans Klavier ...dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Der Ärger ist wie weggeblasen. Die gleiche positive Veränderung bewirkt kurzfristig natürlich auch der Genuss von 1-2 Tafeln Schokolade, die langfristigen Folgen sind jedoch verheerend! Musik verhindert also auch die Zunahme von unnötigen Pfunden! Die Devise lautet also Rhythmen statt Pillen –
Da wir den Musikunterricht in absehbarer Zeit aber wohl nicht mit unserer Krankenkasse abrechnen können, muss die finanzielle Unterstützung aus einem anderen Bereich kommen. Hier setzt nun die Stiftung „Musik und Kunst in Lippstadt“ an, die der Verwaltung des Fördervereins untersteht. Mithilfe des Zinsgewinns aus dem Stiftungskapital können längerfristig Projekte finanziell unterstützt werden. Damit dieses Modell auch aufgeht, sind wir natürlich auf Spenden angewiesen . Bspw. wird das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ von der Stiftung unterstützt. Das Projekt hat sich zur Aufgabe gemacht, allen Kindern im Grundschulalter die erste Berührung mit einem Instrument zu ermöglichen. Bekanntlich äußern Kinder nicht von sich heraus den Wunsch, mal ein Instrument zu erlernen. Hat es keinen Bezug zur Musik, da dieser in der Familie nicht existiert, wird es wahrscheinlich nie auf die Idee kommen, ein Instrument zu erlernen.
Möchte es ein Instrument erlernen, können sich die Eltern den Unterricht und das Instrument an sich aber nicht leisten, kommt es nicht in den Genuss. Dank des Projekts „Jedem Kind ein Instrument“ wird sich das ab dem nächsten Jahr an einigen Grundschulen in der Stadt ändern.
Damit dieses Modell weiter ausgebaut werden kann, müssen natürlich finanzielle Mittel aufgebracht werden. Wir freuen uns über jede Spende, sei sie noch so gering. Für Spenden ab 20 € schicke ich Ihnen gern eine Spendenquittung. Ich werde mir dann gleich am Ausgang Ihren Namen und Ihre Adresse notieren, und Ihnen eine Quittung schicken.
Als Vorsitzende des Fördervereins mache ich hiermit Werbung für Musik und hoffe, ich konnte Sie von der Notwendigkeit der Musik überzeugen.
Dr. Larissa Barnstorf - Laumanns
Rede zugunsten der Stiftung beim Lehrerkonzert im November 2008
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